Social Media: Gute Ideen brauchen den richtigen Kanal

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Social Media: Gute Ideen brauchen den richtigen Kanal

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Foto: kentoh | ClipDealer

Die Start-up-Szene in Berlin boomt – alle 14 Stunden wird in der Hauptstadt ein neues Unternehmen gegründet. Viele davon kommen aus dem Immobilien- beziehungsweise dem IT-Bereich. Doch wie viele PropTechs könnten Sie wirklich auf Anhieb nennen? Neben Jungunternehmen, welche ihren Produktfokus auf Mobilität oder Lifestyle richten, präsentieren sich PropTechs meist weniger auffällig in den sozialen Netzwerken. Im privaten Bereich, aber auch in der Unternehmenskommunikation ist das Social-Media-Zeitalter inzwischen vollständig angekommen. Auch deshalb scheint es paradox, dass gerade IT-affine Start-ups dem Thema Social Media – also ihrer eigenen digitalen Visitenkarte – oft zu wenig Beachtung schenken.

Die Gründe: Kosten, Zeit, Komplexität

Warum also sind PropTechs weniger sichtbar in den sozialen Medien als andere? Ein Grund: Oft schätzen Jungunternehmer das eigene Produkt oder den IT-lastigen Inhalt als zu langweilig oder zu komplex ein, um es auf den schnelllebigen Social-Media-Kanälen zu präsentieren. Sie unterschätzen dabei oft die Anziehungskraft des eigenen Unternehmens und halten sich im Hintergrund. So lassen sie vielfach die Chancen ungenutzt, welche sich durch eine starke Onlinepräsenz bietet. Letztendlich bedeutet die Pflege von Social-Media-Kanälen einen zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand, manche PropTechs haben schlicht zu wenig Budget für kontinuierliche Social-Media-Arbeit.

Präsenz und Reichweite – und immer schön authentisch bleiben

Gute Ideen brauchen den richtigen Kanal – dabei unterscheiden sich PropTechs nicht von ihren bereits etablierten Konkurrenten. Gerade für Unternehmen mit geringen finanziellen Mitteln ergibt sich jedoch die Möglichkeit, mit einer guten Social-Media-Strategie schnell und kostengünstig Reichweite zu generieren. Der geteilte Inhalt sollte allerdings nicht nur Profis ansprechen, sondern so gestaltet sein, dass auch IT-Laien mitgenommen werden. Infografiken oder Piktogramme können helfen, auch Branchen-Neulinge für Software-relevante Inhalte zu begeistern. Der Leser ist gleichzeitig potenzieller Kunde – diesen gilt es mit regelmäßigem Content auf unterschiedlichen Kanälen zu unterhalten und an die Marke zu binden. Für das Unternehmen kann es von großem Vorteil sein, dem User die tägliche Entwicklungsarbeit am eigenen Produkt und das Team dahinter, sowie die Junggründer durch „personal-branding“ näherzubringen. Das entscheidende Stichwort ist hier Authentizität. Auch beim Thema Vernetzen – auf LinkedIn oder ähnlichen Plattformen – haben PropTechs noch einiges aufzuholen.

Mein Fazit: Auch Unternehmen mit speziellen Zielgruppen und weniger plakativen Produkten kommen an dem Thema Social Media in der heutigen Zeit nicht vorbei. Anstatt sich unter Wert zu verkaufen, gilt es für PropTechs die Bandbreite des Social-Media-Marketings für sich zu nutzen, um sowohl die Interaktion mit Kunden und Zielgruppen, als auch die eigene Bekanntheit und Markenpräsenz zu steigern. Gerade für PropTechs ist es entscheidend, schnell ein Marktnetzwerk zu etablieren, solange sie vom Innovationsvorsprung ihres eigenen Produkts profitieren können.