Shared Office Spaces: Hybride Büroflächenkonzepte vereinen das beste beider Welten

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Shared Office Spaces: Hybride Büroflächenkonzepte vereinen das beste beider Welten

Digital tablet with smartphone, pot plant, pen, notepad and coffee cup on wooden table

Foto: SeanPrior | clipdealer

Shared Office Spaces haben hierzulande noch keine allzu lange Tradition. Doch die aktuellen Flächenkonzepte markieren erst den Anfang einer tiefgreifenden Entwicklung. Denn in Zukunft werden Unternehmen aller Branchen verstärkt auf flexibel buchbare und ansprechend designte Arbeitsplätze für ihre Mitarbeiter setzen. Einige Anbieter verknüpfen bereits die Erfolgsfaktoren von Business-Centern und Coworking Spaces miteinander, um einen wichtigen Schritt in Richtung Büro der Zukunft zu gehen.

Die offene Fläche passt nicht zu allen Arbeitsschritten

Coworking-Center erfreuen sich vor allem aufgrund ihres modernen Designs und der Möglichkeit zum kreativen Ideenaustausch großer Beliebtheit. Das ausschließliche Arbeiten in offenen Bereichen ist jedoch nicht für alle Branchen oder Tätigkeiten gleichermaßen geeignet. Auch künftig müssen daher private Büroeinheiten mit stationären Einzelarbeitsplätzen angeboten werden, die eher dem Konzept Business-Center entsprechen. Moderne Hybridkonzepte liefern genau dies: Sie kombinieren das ansprechende und offene Design von Coworking Spaces mit dem breiten Serviceangebot und der Privatsphäre von Business-Centern.

Einzelbüros sind dabei keinesfalls eine Randerscheinung innerhalb der Fläche. Einer JLL-Studie zufolge entfällt bei Hybridkonzepten in der Regel rund ein Fünftel der Gesamtfläche auf Open-Space-Bereiche, während der Rest für Einzelbüros oder Konferenzräume genutzt wird. Diese Hybridflächen sind derzeit der wichtigste Wachstumstreiber am Markt für Flexible Office Spaces. Allein im Jahr 2017 eröffneten 62 Hybridstandorte mit einer Gesamtfläche von 120.000 m² in den Top-7-Städten, wie JLL ermittelt hat. Für 2018 soll dieser Wert noch um einiges höher ausfallen.

Dieses Wachstum zeigt auch, dass flexibel anmietbare Büroflächen längst nicht mehr nur für Freelancer oder Start-ups interessant sind. Selbst große Corporates öffnen sich zunehmend für neue Arbeitsmodelle. Im War for Talents wird es immer wichtiger, in der Gestaltung der Arbeitsumgebung mit der Zeit zu gehen, um junge Köpfe anzusprechen.

Die Aktivität bestimmt den Arbeitsplatz

Eine der wichtigsten Eigenschaften der hybriden Büroflächenkonzepte ist die Flexibilität, die eine ganz neue Arbeitsweise ermöglicht: Indem das Büro in verschiedene Zonen unterteilt wird, können die Mitarbeiter je nach Arbeitsschritt bestimmte Bereiche nutzen. Ähnlich wie die private Wohnung in Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche aufgeteilt ist, gibt es jeweils einen eigenen Bereich für diskrete Telefonate, für die Gruppenarbeit an einem gemeinsamen Projekt sowie für Mediennutzungen und Präsentationen.

Während solche Konzepte für fest anmietbare Büroeinheiten bereits stellenweise existieren, ergibt sich für Flexible Office Spaces die Herausforderung, die Nutzung der einzelnen Räume abzurechnen. Hierbei kommen moderne Technologien wie Sensoren auf Basis des Internet of Things (IoT) oder Smart Contracts über eine Blockchain ins Spiel. Für mich steht daher fest, dass sowohl die Flächengestaltung des Büros der Zukunft als auch die Mietmodelle in stetiger Wechselwirkung zum rasanten technologischen Fortschritt stehen – und langfristig Büroflächenkonzepte hervorbringen werden, die wir uns aktuell nicht einmal vorstellen können.