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PropTechs: 3 Tipps für junge Gründer

young man entrepreneur relaxing at his desk in his office

Foto: sifotography | clipdealer

Etwa alle 19 Stunden wird in Deutschland ein neues Start-up gegründet. 443 junge Unternehmen entstanden bundesweit allein im vergangenen Jahr. Die Zahlen, die das Institut für Innovation und Technik in Zusammenarbeit mit der Plattform Startupdetector ermittelt hat, sind beachtlich. Start-ups sorgen für Dynamik in den verschiedensten Branchen und sind wichtige Innovationstreiber. Ich möchte jungen Gründern deshalb meine drei wichtigsten Tipps zum Erfolg mit auf den Weg geben.Spezialisiert euch!

1. Spezialisiert euch!

Besonders wenn es um IT-basierte Dienstleistungen geht, stehen Gründer oft vor dem Problem, dass die deutsche Gesetzgebung keine Patentierung bloßer Ideen oder Geschäftsmodelle zulässt. Aber auch ohne amtliche Garantie ist es möglich, am Markt einzigartig zu bleiben. Ein hoher Spezialisierungsgrad hilft, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Wer seine Nische findet, kann sich voll auf seine Kernkompetenz konzentrieren – und die Qualität der Leistungen so konsequent auf hohem Niveau halten.

2. Vernetzt euch!

Um großen Marktplayern ernsthaft die Stirn bieten zu können, reicht es jedoch nicht, als Start-up allein zu agieren. Was eine Vernetzung von Start-ups mit anderen Unternehmen oder untereinander bewirken kann, zeigen Daten des pwc-Kooperationsradars. So hat sich die Anzahl der Kooperationen im Bereich FinTechs seit 2014 annähernd verzehnfacht. Das bringt Leben in die Branche: Durch operative und finanzielle Vernetzung können aus einzelnen FinTechs gewichtigere Komplettanbieter werden – mit Konkurrenzpotenzial.

3. Versetzt euch in eure Kunden hinein!

Besonders die Immobilienbranche ist ein Wirtschaftszweig mit komplexen technischen und rechtlichen Grundlagen und daher ebenfalls mit sehr ausdifferenzierten Prozessen. Start-ups, deren Gründer vor allem aus der Finanz- oder IT-Wirtschaft kommen, müssen daher ein gewisses Maß an Immobilien-Fachwissen aufbauen. Ansonsten können sie nicht die Produkte liefern, die in der Branche benötigt werden. Dabei ist natürlich auch der Blick in die Zukunft wichtig, denn im Vergleich zu den Aktien- und Finanzmärkten ist die Immobilienbranche eher langfristig orientiert – was aktuell als “State of the Art” gilt, kann jedoch schon bald veraltet sein. Daher müssen die Produkte der PropTechs auch immer wieder anpassbar sein. Mein Fazit lautet also: Wer dieses Immobilienwissen nicht selbst abbilden kann, sollte sich einen Investor als Kooperationspartner suchen, der ebendiese Erfahrungen mitbringt und nicht nur als Geldgeber, sondern als Mentor agiert.