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Digitale Kommunikation auf einem neuen Level

Für die Immobilienbranche ist Kommunikation unverzichtbar. Sei es zwischen Mieter und Vermieter oder Asset-Management und Investor. Das haben auch etliche Startups erkannt und genau an dieser Stelle angesetzt. Smarte Hausverwaltungsplattformen ermöglichen eine schnelle und zeitgemäße Kommunikation zwischen Eigentümer und Verwalter. Eigentümer erhalten einen einfachen Überblick über alle wichtigen Vorgänge bezüglich ihrer Immobilie. Ohne langwierigen Mailverkehr kann zudem die Hausverwaltung direkt online mit Aufgaben beauftragt werden. Des Weiteren können jegliche Rechnungen rund um die Uhr geprüft und Mietrückstände oder laufende Arbeiten eingesehen werden. Die Plutos Group ist seit 2017 an der digitalen Hausverwaltung Habitalix beteiligt.

Auch bei digitalen Mieter-Apps im Wohnbereich steht eine bessere Vernetzung im Vordergrund. Denn ein gesonderter Kontaktkanal zum Vermieter vereinfacht die Kommunikation bei Schadensmeldungen. Fällt beispielsweise die Heizung aus, kann der Mieter das via App melden beziehungsweise nachschauen, ob das Problem bereits gemeldet wurde und wann es behoben wird. Darüber hinaus ist es möglich, mit anderen Mietern in Kontakt zu treten. 

Deutsche Unternehmen wünschen sich Kommunikation auf Blockchain-Basis

Doch bei all dem Fortschritt, den Plattformen mit sich bringen, besteht Optimierungspotenzial vor allem in Bezug auf die Sicherheit. Denn ein zentraler Server birgt das Risiko, dass dieser gehackt wird und die vertraulichen Daten der Mieter und Asset-Manager in falsche Hände geraten. Neue Möglichkeiten bietet hier die Blockchain-Technologie: Deren dezentrale digitale Kommunikation verspricht deutlich mehr Sicherheit und Transparenz, da die entsprechenden Daten geschützt abgespeichert und umgehend verifiziert werden können.

Einer Umfrage des Internetverbands eco zufolge wünschen sich deutsche Unternehmen beim Austausch mit staatlichen Behörden genau diese innovative Art der Kommunikation. Etwa 70 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass mithilfe der Blockchain-Technologie die Sicherheit beim Datenaustausch stark verbessert werden könnte. 

Potenzial darf nicht verschenkt werden

Für die Immobilienbranche würde das in der Praxis so aussehen, dass Asset-Manager dank Blockchain-Technologie mit Behörden effizienter kommunizieren könnten. Beispielsweise wäre es denkbar, Bau- und Umbaugenehmigungen oder auch steuerrelevante Daten ohne langwierigen Mailverkehr direkt und sicher mit den entsprechenden Behörden zu teilen. Einzelne IT-Lösungen, die jeweils einen Teil der Immobilienkommunikation abdecken, könnten in eine übergeordnete Blockchain-Anwendung integriert werden. Denn exakt die Daten, die bei einer Neuvermietung benötigt werden, sind auch für die Kommunikation mit den Behörden wichtig. Das mühsame Aufbereiten und Extrahieren von Daten könnte somit schon bald der Vergangenheit angehören.