Diese fünf Punkte zeigen, dass die Revolution der Mobilität auch für Immobilieninvestments tiefgreifende Folgen haben wird.

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Diese fünf Punkte zeigen, dass die Revolution der Mobilität auch für Immobilieninvestments tiefgreifende Folgen haben wird.

Foto: malp | clipdealer

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131 Jahre nach der Pionierfahrt von Bertha Benz sind auch in der „Autofahrernation Deutschland“ etliche neue Mobilitätstrends auf dem Vormarsch. Diese werden nicht nur das Stadtbild und die Immobilienwirtschaft, sondern auch unsere Art zu leben grundlegend verändern. Das hat zudem Folgen auf die – per definitionem unbeweglichen – Immobilien. Folgende fünf Mobilitätstrends zeigen, dass zukünftig besonders Standortkriterien für Immobilieninvestments neu gedacht werden müssen.

„Walkability“ – es zählt nur, was zu Fuß erreichbar ist

Kurze Wege, eine gute Erreichbarkeit – diese Faktoren werden für Wohn- und Bürostandorte immer wichtiger. „Walkability“ steht für mehr Lebensqualität im städtischen Quartier, wo Wohnung, Arbeitsplatz, Parks, Geschäfte etc. schnell zu Fuß erreichbar sind. Ein hoher „Walkability-Faktor“ wird deshalb immer wichtiger für viele junge Menschen, welche bewusst auf ein eigenes Auto verzichten und nach lebendigen, durchmischten Nachbarschaften suchen. Aufgrund dessen sind es Orte wie die Szene-Bar in der Nähe des Büros oder das Fitnessstudio in der Nähe der Wohnung mit messbarem „Walkability-Faktor“, welche besonders für zukünftige Immobilieninvestments an Bedeutung gewinnen werden.

Die Sharing Economy – durch Carsharing Parkplätze freimachen

Die Mentalität der Sharing Economy macht deutlich: Teilen ist attraktiver als besitzen. 2018 waren 1,7 Millionen Deutsche bei Carsharing-Anbietern registriert, Tendenz steigend. Diese Entwicklung könnte unsere Städte von überflüssigen oder zu wenig genutzten Autos befreien und damit Flächen, die früher durch Parken und Verkehr in Anspruch genommen wurden, für andere Nutzungen freigeben.

Selbstfahrende Autos reduzieren das Verkehrsaufkommen und erhöhen den Fahrkomfort

Ein Vorteil von selbstfahrenden Autos ist, dass diese am Stadtrand geparkt werden können, sodass in der Innenstadt weniger Parkplätze benötigt werden. Nebenbei kann auch das Fahraufkommen reduziert und optimiert werden. Selbstfahrende Autos werden nicht nur von Automobilherstellern und Telekommunikationsunternehmen als Innovation mit großem Marktpotenzial gehandelt, diese könnten sogar das Mobilitätsverhalten unserer Gesellschaft grundlegend verändern. Dabei verspricht man sich vom autonomen Fahren einen verbesserten Verkehrsfluss, ein geringes Unfallrisiko und mehr Fahrkomfort.

Die Smart City vernetzt Immobilien und macht diese intelligenter

Der Trend der Smart City, der „intelligenten“ Stadt, setzt auf Digitalisierung und Technologisierung. Mobilität soll effizienter gestaltet werden und Ressourcen dabei geschont werden. In der konkreten Anwendung werden bereits digitale, intelligente und vernetzte Gebäudestrukturen und -funktionen geschaffen, welche Sicherheit und Komfort für die Stadtbewohner steigern sollen. Zusätzlich trägt die Entwicklung der Smart City auch dazu bei, dass Verkehrs- und Lärmbelastung reduziert werden. Die Wohn- und Arbeitsqualität an bestimmten Standorten steigt – genauso wie die Attraktivität der dortigen Immobilien.

Der Hyperloop ­– Fortbewegung mit bis zu 1.200 Stundenkilometern

2013 stellte Elon Musk seine Idee des Hyperloop vor. Damit ist ein Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem gemeint, mit dem große Distanzen in sehr kurzer Zeit zurückgelegt werden sollen: von Berlin nach München in weniger als einer Stunde. Aktuell ist das noch Zukunftsmusik; sollte der Hyperloop aber Wirklichkeit werden, gilt es nicht nur Lage- und Standortbewertungen, sondern auch potenziellen Pendlereinzugsgebiete neu zu analysieren und neu zu denken. Ob Smart City, autonomes Fahren oder Hyperloop – manche Trend sind eindeutig, manche noch pures Wunschdenken. Entscheidend ist jedoch, Veränderung im Mobilitätsverhalten zu erkennen und schon heute für den Immobilienmarkt mitzudenken, um zukünftig flexibler agieren zu können. Denn wer frühzeitig einen entscheidenden Standortfaktor identifiziert, kann sich von der Konkurrenz abheben und erhält Potenziale für eine stabile Wertschöpfung.