Die Revitalisierung von Problemimmobilien hat viel Potenzial

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Die Revitalisierung von Problemimmobilien hat viel Potenzial

Foto: radub85 | clipdealer

Eine Immobilie mit Leerstand verkaufen – ist das möglich? Diese Frage beschäftigt besonders private Besitzer von „schwierigen“ Wohn- und Büroimmobilien. Doch aufgrund der hohen Kaufpreise und des Nachfrageüberhangs für voll entwickelte Objekte sind Immobilien mit augenscheinlichen Mängeln zu begehrten Objekten für professionelle Immobilienunternehmen geworden. Eine Entwicklung, von der auch private Eigentümer profitieren, um für unterentwickelte Immobilien mit (Teil-)Leerstand oder Instandhaltungsstau attraktive Preise zu erzielen.

Denn was vielen privaten Eigentümern schwerfällt, können große Immobilienunternehmen dank ihrer Branchenexpertise, ihres Netzwerks und ihres finanziellen Backgrounds leisten: Sie entwickeln „Immobilien-Sorgenkinder“ aufwendig neu und führen sie als Investmentobjekt dem Markt wieder zu. Professionelle Immobilienentwickler orientieren sich beim Ankauf weniger am Ist-Zustand eines solchen Objekts als vielmehr am Soll-Zustand und der möglichen Wertsteigerung.

Individuelle Entwicklungsstrategien für problematische Objekte

Verwirklicht werden können diese umfangreichen Revitalisierungen jedoch nur von Immobilienentwicklern mit dem nötigen Know-how. Durch langjährige Erfahrung und maßgeschneiderte Strategien für unterschiedliche Objekte und Standorte identifizieren die Profis die möglichen Immobilienpotenziale, um diese anschließend strategisch zu entwickeln. Dabei werden unter anderem rechtliche Rahmenbedingungen geklärt, Grundrisse optimiert oder bestehenden Flächen neue Nutzungen zugewiesen.

Die Immobilienmärkte werden entlastet

Jene „Problemimmobilien“ können nicht nur ökonomisch optimiert werden, sondern auch durch die Wiedernutzbarmachung von vorhandenen Flächen helfen, Spannungsverhältnisse am Wohnungs- und Büromarkt zu reduzieren. Im Hinblick auf die aktuellen Wohnbedürfnisse und den Nachfrageüberhang am Immobilienmarkt können Wohnungsgrundrisse gezielt aufgeteilt und Raumgrößen angepasst werden. So kann zum Beispiel der hohen Nachfrage nach Single- und Zweipersonenhaushalten nachgegangen werden, welche am aktuellen Markt sehr gefragt sind. Die Revitalisierung von „Problemimmobilien“ lässt sich also auch als Strategie verstehen, um der anhaltenden Wohnungsknappheit entgegenzuwirken. Für die Branche ist das mit der Aufforderung verbunden, ihre Marktnetzwerke in Richtung B2C zu erweitern – denn nur wer potenzielle Käufer auf den wichtigen Online- und Offline-Kanälen mit den passenden Botschaften erreichen kann, erhält letztlich den Zugang zu den vielversprechenden „Sorgenkindern“.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in meinem Namensbeitrag auf Cash.Online.