Blockchain in der Immobilienwirtschaft: Das Investment und sein digitaler Zwilling

Das digitale Auge – wie Drohnen die Immobilienwelt verändern können
22. November 2018

Blockchain in der Immobilienwirtschaft: Das Investment und sein digitaler Zwilling

Viele digitale Neuerungen in der Immobilienwirtschaft scheinen zunächst nur für Branchenspezialisten und weniger für private Anleger relevant. Am Beispiel der Blockchain zeigt sich allerdings das genaue Gegenteil. Vor allem für Fondsanteile und andere indirekte Immobilieninvestments ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten. Der Grund: Sogenannte Security Token machen den klassischen Anteilsschein überflüssig. Aber wie funktioniert das genau?

 

Was ist die Blockchain? 

Einfach gesagt ist die Blockchain eine dezentrale Datenbank, die es ermöglicht, Informationen dezentral abzuspeichern. Die Datenbank wird chronologisch linear erweitert, wobei die Datensätze vielfach kopiert vorliegen, weshalb es für Hacker fast unmöglich wird, die einzelnen Datensätze zu manipulieren. Transaktionen jeglicher Art lassen sich auf diese Weise transparent dokumentieren – ohne zentrale Kontrollinstanz wie beispielsweise eine Bank. Dadurch werden entsprechende Transaktionen nicht nur effizienter, sondern auch kosten- und zeitsparender.

 

Welche Vorteile haben Privatanleger? 

Für private Kapitalanleger dürfte die Blockchain-Technologie ihren ganz eigenen Reiz haben, da sie mittelfristig auch bei Immobilienfonds in Form von Security Token zum Einsatz kommen wird. Jeder Fondsanteil wird dabei in der Blockchain als Datensatz gespeichert, wodurch er sich genauso auf Knopfdruck handeln lässt wie beispielsweise Kryptowährungen oder die bei ICOs ausgegebenen Utility Token. Der wichtige Unterschied ist dabei allerdings, dass der Security Token Immobilienwerte aus Beton und Glas repräsentiert. Sein Wert richtet sich maßgeblich nach dem Verkehrswert der Immobilien, weshalb die digitalen Fondsanteile weitaus weniger volatil sind als Bitcoin und Co.

 

Weitere Vorteile sind vereinfachte Prozesse, ein geringerer Verwaltungsaufwand sowie die Internationalisierung des Produkts, die einen internationalen Handel ermöglicht – anders als beispielsweise bei Immobilienfonds, die bislang überwiegend regional oder landesweit vertrieben wurden. Damit werden Immobilien-Investmentprodukte auch für Digital Natives interessant, die bereits Erfahrungen mit Kryptowährungen oder anderen Formen von Token haben.

 

Equity Token für Beteiligungen

Am Beispiel der Security Token von Immobilien-Publikumsfonds zeigt sich anschaulich, welche Vorteile die Blockchain bieten kann – und zwar nicht im Jahr 2025, sondern bereits heute. Das gleiche Prinzip funktioniert übrigens auch mit sogenannten Equity Token, die Firmenbeteiligungen in der Blockchain hinterlegen. Besonders für PropTechs, die eine digitale Dienstleistung als Geschäftsmodell anbieten, wäre dies weitaus zeitgemäßer als der obligatorische Gang zum Notar. Für mich steht jedenfalls fest, dass die Tokenisierung ein wichtiges Zukunftsthema der Immobilienbranche ist – mit dem sich die PLUTOS Group auch eingehend beschäftigen wird.