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Arbeiten im intelligenten Homeoffice

Young woman at home planning family budget and finances

Foto: undrey | ClipDealer

Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein komplett vernetztes Zuhause, wie eine kürzlich durchgeführte Studie des Digitalverbands Bitkom ergab. Unsere vier Wände sind zudem nicht mehr nur Wohn-, sondern auch Arbeitsbereich, und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Damit steigen aber auch die technischen Anforderungen an das Zuhause. Aber wie könnte er eigentlich aussehen, der Start in den durchdigitalisierten Homeoffice-Alltag? Es zeigt sich: Moderne Technik macht vielleicht nicht immer produktiver, dafür erleichtert sie das Leben ungemein und kann dadurch Gesundheit und Wohlbefinden fördern.

Keine Zeit verlieren dank intelligenter Morgenroutine

Mehr Komfort bedeutet weniger Stress – das wichtigste Argument vieler Smart-Living-Anbieter. Einer Umfrage zufolge zeigen etwa zwei Drittel der deutschen Erwachsenen in diesem Jahr ein erhöhtes Interesse an den klugen Helfern, denn in der unfreiwilligen Selbstisolation haben viele Menschen eingesehen, dass bei der digitalen Infrastruktur ihres Zuhauses noch viel Luft nach oben ist. Vor allem Geräte, die die Konzentration, Gesundheit oder das eigene Zeitmanagement verbessern sollen, stehen hoch im Kurs. So ist es beispielsweise möglich, mit den richtigen Geräten eine intelligente Morgenroutine zu etablieren: Keine Lust, vom schrillen Wecker aus dem Bett gerissen zu werden? Smarte Wecker mit eingebautem Duftspender holen Schlafende mit wohligen Gerüchen und dem eigenen Lieblingslied sanft aus dem Schlaf, die Jalousien fahren automatisch hoch und die Kaffeemaschine springt an. Anlass genug, um schnell aufzustehen und sich an den Schreibtisch zu begeben, möchte man meinen.

Mehr Konzentration mit intelligentem Beleuchtungskonzept

Um dort bequem und gesund arbeiten zu können, ist – klar – ein ergonomischer Bürostuhl wichtig. Ist dieser auch „intelligent“, kann er den Sitzenden über Vibration und andere Formen des Feedbacks zu kurzen Bewegungspausen animieren oder warnen, wann immer die Sitzposition die Rückengesundheit gefährdet.  

Wer nun glaubt, im Stehen zu arbeiten, sei ohnehin viel besser, dem wird ebenfalls geholfen. Im „Smart Office“ kann aus einem scheinbar gewöhnlichen Schreibtisch per Gestensteuerung ein Stehtisch werden. Der Tisch kann zudem dank Sensortechnologie den Arbeitenden darauf aufmerksam machen oder seine Tischhöhe automatisch so verstellen, dass die Sitzhaltung für den Nutzer am angenehmsten ist. Mindestens genauso wichtig ist die richtige Beleuchtung. Um die Augen zu entlasten, gibt es smarte Leuchten, die die Lichttemperatur fortwährend an die natürlich anfallende Tageslichtmenge anpassen. Mittels verschiedener Farben kann das Licht zudem an die Art der Tätigkeit angepasst werden und so – je nach Bedarf – Sehschärfe oder Konzentration fördern. Entwicklungen wie diese haben auch eine Auswirkung auf die Immobilienwirtschaft. Umfragen haben ergeben, dass für jeden Dritten Smart-Home-Anwendungen eine Rolle spielen, wenn eine Entscheidung für das nächste Eigenheim getroffen werden soll. Sogar jeder Vierte ist bereit, mehr Miete für ein Smart Home zu zahlen. Allein deshalb sollte verstärkt daran gearbeitet werden, dass Smart-Home-Anwendungen zeitnah zum Standard gehören. Corona hat einmal mehr gezeigt, dass auf die ständig neuen Anforderungen an das eigene Zuhause reagiert werden muss, um einerseits den Komfort zu erhöhen, aber zugleich die Umwelt zu entlasten.