An diesen fünf Punkten erkennen Sie ein gutes PropTech

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An diesen fünf Punkten erkennen Sie ein gutes PropTech

Foto: andreypopov | clipdealer

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Virtuelle Rundgänge durch Immobilienprojekte, eine digitale Hausverwaltung oder Smart-Home-Services, welche den Alltag von Mietern und Vermietern erleichtern – all diese Dienstleistungen wollen deutsche PropTechs abdecken. Sie sind die entscheidenden Treiber der digitalen Transformation der hiesigen Immobilienbranche.

Im April 2019 gab es 289 PropTechs in Deutschland. Diese Zahl ist seit dem Vorjahr leicht rückläufig und verdeutlicht, dass nicht alle Neugründungen erfolgreich sind. Die kommenden Jahre werden zeigen, welche PropTechs sich langfristig am Markt etablieren können. Wichtige Indikatoren gibt es aber bereits jetzt. Um besser zwischen Trendsetter und Trittbrettfahrer unterscheiden zu können, zeigen folgende fünf Punkte, woran man ein gutes PropTech erkennen kann.

1) Hat das Unternehmen eine gesunde Wachstumsprognose?

Um nicht den Überblick in der Fülle der PropTechs zu verlieren, ist es entscheidend jene Unternehmen zu erkennen, welche aller Voraussicht nach auch in Zukunft ein gesundes Wachstum zeigen werden. Entscheidende Fragen dabei sind, ob der potenzielle Markt für die jeweilige Dienstleistung vorhanden ist beziehungsweise ob die Gründer ihr Unternehmen und ihre Geschäftszahlen auch vernünftig einschätzen. Denn manche Start-up-Gründer schätzen sich oder ihr Produkt viel innovativer ein, als es tatsächlich der Fall ist.

2) Ist das Produkt technisch ausgereift?

Betrachtet man die Breite der Anwendungsfelder, stellt sich folgende Frage: Ist das Produkt für den alltäglichen Gebrauch technisch ausgereift – oder wird im Verkaufspitch eine Beta-Version gezeigt? Ob alle Kinderkrankheiten bereits beseitigt sind und wie hoch die Usability der Anwendung tatsächlich ist, muss vorab geklärt sein, damit sich das nicht in der täglichen Anwendung zeigt.

3) Können die Entwickler einen positiven Track Record vorweisen?

Der Track Record von Start-ups ist das Pendant zum Lebenslauf in der Bewerbung eines Arbeitnehmers. Dieser kann neben den bereits gemachten Erfahrungen auch beinhalten, welche Köpfe hinter dem Unternehmen stecken und welche Referenzen diese vorweisen können. Haben die Gründer bereits andere Start-ups aus der Taufe gehoben? Und wenn ja, wie erfolgreich waren sie damit?

4) Besteht das nötige Immobilienwissen, um das Produkt anzupassen?

Für den Fortbestand eines PropTechs ist von Bedeutung, ob neben dem Gründerwissen der Jungunternehmer auch genügend Immobilienfachwissen vorhanden ist, um das Produkt an zukünftige Marktanforderungen anpassen und weiterentwickeln zu können. Denn die Immobilienbranche arbeitet mit eigenen Prozessen, die sich beispielsweise von denen der Finanzwelt unterscheiden. Deshalb ist es für PropTechs wichtig, neben IT- oder Finanzveteranen auch einen Immobilienspezialisten an Bord zu haben.

5) Ist das PropTech ausreichend mit anderen PropTechs vernetzt?

Die Immobilienbranche lebt von persönlichen Kontakten. Deshalb ist es auch für PropTechs entscheidend über ein gutes brancheninternes Netzwerk zu verfügen und zudem trans- und interdisziplinär mit anderen PropTechs vernetzt zu sein. PropTechs profitieren davon, gemeinsames Wissen auszutauschen und am Marktnetzwerk anderer teilzuhaben. Wer nicht genug vernetzt ist, kann dies über Mentoring nachholen. Mein Fazit: Investitionen in das richtige PropTech können ein Glücksgriff sein, ein falsches Investment kann jedoch Geld kosten. Für etablierte Immobilienunternehmen und ähnliche Investorengruppen gilt es daher, den Blick für das passende PropTech zu schärfen.